Baxmanns Amtszeit – ein Rückblick

baxmann beim kassierenDie Folgen und Nebenwirkungen von Alfred Baxmanns Amtszeit als Bürgermeister von Burgdorf werden die Bürgerinnen und Bürger noch in den kommenden Jahren zu spüren bekommen.
Ein durschnittlicher Bürgermeister wird von allen Seiten mit Lob überschüttet, so ist es in der örtlichen Presse zu lesen, doch schaut man genauer hin, hat er seine eigene Ideologie verfolgt. Unterstützt wurde er dabei von der Wählergruppe Schillerslage WGS), Bündnis90/die Grünen und der Gruppe Freie Burgdorfer

Alfred Baxmann (SPD) hinterlässt der Stadt Burgdorf einen Schuldenberg in Millionenhöhe. In seiner 23jährigen Amtszeit (1996 bis 2019 davon hauptamtlich ab 2004) hat er es nicht vollbracht, der maroden Gudrun-Pausewang-Grundschule ein neues Schulgebäude hin zu stellen. Erinnert sei dabei auch an die Schließung des Lehrschwimmbeckens der Gudrun-Pausewang-Grundschule in der Südstadt. Des Weiteren gibt es bis heute Nachholbedarf  bei maroden Kitas und städtischen Gebäuden, wo jahrelang nicht richtig, zu spät oder überhaupt nicht investiert wurde. Trotz hoher Verschuldung beschließen Burgdorfer Sozialdemokraten,  Bündnis 90/Grüne, die Wählergruppe Schillerslage (WGS) und FreieBurgdorfer (als Mehrheitsgruppe)  immer wieder neue und kostspielige Projekte. Eine Fußgängerzone auf Probe in der Marktstraße wurde von den Politikern abgelehnt. Auch der Umbau der Innenstadt wurde viel zu schnell angegangen und später flickte und dokterte man an allen Ecken und Enden herum (z.B. Rampen). Die Marktstraße wurde (außer LKW) nicht entlastet, stattdessen wurde der Autoverkehr in die obere Marktstraße und Nebenstraßen verlagert. Verkehrskolonnen von der Autobahn fahren immer noch durch Burgdorf, weil man bis heute versäumt hat, eine Südanbindung an die B188 zu bauen. Durch ein Neubaugebiet (An den Hecken) verhinderte man den Platz für so eine Südanbindung  in Zukunft frei zu halten (Kreuzung Steinwedeler Straße zur B188). Dadurch werden folgende Straßen und Anwohner vom auswärtigen Durchgangsverkehr, besonders LKWs belastet: Immenser Straße, Kleiner Brückendamm, Vor dem Celler Tor, Sorgenser Straße.  Eine Anbindung von der Steinwedeler Straße zum Berufsschulzentrum wurde bis heute nicht realisiert, so dass  die Kreuzung Berliner Ring nicht entlastet werden kann. Stattdessen gab die Stadt sage und schreibe 3 Gutachten für einen Kreisverkehrsplatz (Kreuzung Berliner Ring/Immenser Str./Ostlandring) in Auftrag. Das erste Gutachten entsprach nicht den Vorstellungen der Stadt.

Während Baxmanns Amtszeit wurde es nicht geschafft, die Verwaltung unter einem Dach unterzubringen, stattdessen ein Flickenteppich an Verwaltungsgebäuden. Baxmann ließ sich noch  zwei „zusätzliche Rathäuser“ (von ein und derselben Investorin) bauen. Dort ist die Stadt Burgdorf nun Mieter. Bei den ganzen Gebäuden kein Platz für das Ordnungsamt? Es wurde in einer ehem. Arztpraxis untergebracht

Es gibt keine Städtepartnerschaften mehr, Schilder wurden entfernt und den historischen  Städtewegweiser vor dem Rathaus I hat Baxmann selbstherrlich entfernen lassen, dazu diente ihm der Innenstadtumbau.

Die Stadt hat ab dem 01. November einen neuen Bürgermeister, doch die Fäden zieht weiterhin die „Baxmann-Gruppe“.

Transparenz und eine Bürgerfreundliche Politik ohne Klüngel muss das Ziel des neuen Bürgermeisters Armin Pollehn sein, was bei derzeitiger Konstellation des Burgdorfer Rates nicht leicht sein wird. Die alten Strukturen können nur durch einen „Frischen Wind“ verändert werden, was frühestens nach der nächsten Kommunalwahl 2021 möglich sein wird.