Erinnerung ist alles was noch bleibt

Burgdorf. Einer der kreativsten Burgdorfer Bürger ist am 19.Februar2026 verstorben – Friedrich Karl Wiesener – seine Heimatstadt hat ihm sehr viel zu verdanken!

Nachruf auf Friedrich Karl Wiesener

Friedrich Karl WiesenerFriedrich Karl Wiesener (96) ist tot. Einer der verdientesten Urburgdorfer Bürger starb am 19. Februar 2026. Seine letzte Ruhestätte  befindet sich auf dem Kirchlichen Friedhof an der Uetzer Straße.

Der ehemalige Marketingleiter der Stadtsparkasse Burgdorf (bis  31.01.1992) war Gründer der einzigartigen Burgdorfer Spargelsammlung (wertvolle Exponate, die heute im Niedersächsischen Spargelmuseum in Nienburg zu sehen sind, weil Burgdorf sie nicht wollte). Als Kunstsammler und Fachmann in Sachen Carl Johann Philipp Spitta (Theologe und Dichter) machte er sich bundesweit einen Namen.

Auf seine Initiative gehen die “Burgdorfer Sommernächte”, das “Spargelmädchen” (ehem. SSK-Geschäftsstelle Nord- West), “Wicken Thies” (Brunnenfigur), die Spitta-Sitzgruppe auf dem Kirchplatz, zahlreiche Marketingideen usw. zurück.

Wiesener gehörte zu Burgdorfs kreativsten Köpfen, war parteilos und für seine Hartnäckigkeit bekannt. Der Junggeselle war TSV-Schatzmeister und Vorsitzender des Tennisclub TSV Burgdorf 1965-73.

Seine Ideen zum Stadtmarketing waren zukunftweisend und nachhaltig. So entwickelte er im Namen der Stadtsparkasse 1965 ein Infoheft mit wichtigen Daten, Wanderkarte und Stadtplan für Neubürger. Er betrieb die Schaffung der „Niedersächsischen Spargelstraße“ entlang der B188 mit Spargelpflug in Heeßel, organisierte Jahre lang einen Spargelmarkt und setzte sich 1977 intensiv für die Rettung und den Aufbau der inzwischen berühmten Zinnfiguren-Sammlung ein.

So war das damals: Als der Bahnbetrieb zum Kriegsende eingestellt war, musste der damalige Lehrling Friedrich-Karl (15) mit dem Fahrrad nach Hannover fahren und Bargeld von der Landeszentralbank holen, um Auszahlungen durch die Stadtsparkasse innerhalb der satzungsmäßigen Grenzen vorzunehmen. 1965 hatte er als Filialleiter der Sparkassen-Geschäftsstelle Vor dem Celler Tor Glück, dass er beim Raubüberfall von Burkhard Driest gerade abwesend war.

Wer F.-K. kannte, wird ihn nicht vergessen.

Paul Rohde